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Die Termine für mögliche Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden weiterhin täglich verschoben. Dennoch wirkt bereits die grundsätzliche Gesprächsbereitschaft beider Seiten preis dämpfend und hält die Ölnotierungen auf einem moderat niedrigeren Niveau.
Zusätzliche Entlastung kommt vom Ölangebot: Russisches Rohöl, das infolge von US-Sanktionen zeitweise vom internationalen Handel ausgeschlossen war, gelangt inzwischen teilweise wieder auf den Markt. Parallel dazu werden alternative Versorgungswege etabliert, die das globale Angebotsdefizit um einige Prozentpunkte reduzieren könnten.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt. Im Umfeld der strategisch wichtigen Strasse von Hormus agieren weiterhin vom Iran unterstützte Milizen, die vom Irak aus Raketenangriffe auf Ziele in Saudi-Arabien durchführen. Solche Aktionen bergen das Risiko gezielter Gegenmassnahmen durch die USA oder ihre Verbündeten, etwa in Form begrenzter Militärschläge zur Abschreckung.
Insgesamt präsentiert sich die Situation weiterhin fragil, hoch volatil und stark von geopolitischen Entwicklungen geprägt.
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