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Mehrere Ankündigungen der Trump-Regierung über ein mögliches baldiges Friedensabkommen mit dem Iran liess die Ölpreise in der vergangenen Woche deutlich fallen. Die inzwischen bekannten Bedingungen Teherans zeigen jedoch, dass von einem konkreten Abkommen vorerst nicht ausgegangen werden kann. Insbesondere die Nutzung der Strasse von Hormus bleibt politisch und sicherheitstechnisch problematisch. Entsprechend ziehen die Ölpreise wieder an.
Die europäischen Raffinerien haben sich weitgehend auf die veränderten Rohölströme eingestellt. Lieferungen aus den USA, Kasachstan, der Nordsee, Westafrika und Lateinamerika ersetzen einen Grossteil der bisherigen Mengen aus dem Nahen Osten. Ein kleiner Teil saudischen Rohöls erreicht Europa weiterhin über das Rote Meer.
Die schnelle Anpassung der Beschaffung zeigt, dass der europäische Raffineriesektor kurzfristig über eine hohe Flexibilität verfügt. Gleichzeitig führt die hohe Auslastung der Raffinerien zu steigenden Margen. Damit wird aktuell ein zusätzliches Fass Mineralölprodukt deutlich höher bewertet als ein zusätzliches Fass Rohöl.
Eine nachhaltige Beruhigung des Ölmarktes ist daher weiterhin verfrüht. Die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und dürften auch in den kommenden Wochen für erhöhte Volatilität sorgen. Die Versorgung der Schweiz weiterhin durch die tiefen Pegelstände am Rhein erschwert. Die Inland-Preise für Heizöl und Treibstoffe sind deswegen bis auf weiteres hoch.
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