Marktkommentar 17.11.2015 CC
  • Die Strategie der OPEC mit der gezielten Überversorgung indem man durch niedrige Preise Produzenten mit hohen Kosten aus dem Markt drängen will könnte in Frage gestellt werden. Nach der Rechnung des Energy Management Institutes kostete das allein in den letzten Monaten dem Kartell etwa 680 Mrd. Dollar. Dass innerhalb der OPEC ein Unmut wächst ist zu erwarten, da man die Staatseinnahmen nicht mehr steuern kann und grossen Budgetkürzungen vornehmen muss.
  • Die Kombination aus einer hohen Produktion in den USA und der von der OPEC forcierten Überversorgung lässt die Ölbestände global weiter steigen. Die Vorräte der OECD hatten im September laut IEA Monatsreport von letzter Woche Freitag ein neues Rekordniveau erreicht, und das in einem Monat, in dem die Bestände für gewöhnlich eigentlich sinken.
  • Die Versorgungslage im Inland ist nach der Rückkehr der Raffinerie Cressier sich am Erholen. Ebenfalls wird sich mit dem erwarteten Regen, die Situation am Rhein etwas entspannen, was zu einem leichten Rückgang der Rheinfrachten geführt hat.